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Mäandern durch das Tal des Glaubens
Türkei - Heimat des Glaubens und die Wiege der Menschheit
 

Der Menderes, der Mäander der Antike, ist der längste Fluss in den heutigen Regionen Denizli und Aydin.

Seinen Namen erhielt er wegen seinen kuriosen Verlaufs, mal hin - mal zurück. Der Begriff ist bis heute im "Mäandermuster" erhalten. Die Einheimischen sehen das allerdings etwas romantischer und nennen den Verlauf "einen Liebhaber, der die Richtung verloren hat,"

Das fruchtbare Flusstal war Zeuge von Aufstieg und Niedergang großartiger Stadtstaaten wie Priene (Güllübahce), Didim (Didyma), Milet (Miletos), Herakleia, Aphrodisias, Nysa, Hierapolis (Pamukkale) und Colossai.

 

Priene war die erste antike Stadt, die nach einem Plan (des Hippodamus) angelegt wurde. In Milet lebte der Mathematiker Thales, der u. a. eine Sonnenfinsternis im voraus exakt berechnet hat. Der riesige Apollo-­Tempel von Didim war eines der herausragenden antiken Heiligtümer und die nach Delphi bedeutendste Orakelstätte der Alten Welt. Der Camici - oder Bafa-See (die einstige Latmos-Bucht) ist heute ein Naturschutzgebiet und eine unerschöpfliche Fundgrube für Fotografen, Vogelliebhaber, Wanderer und Geschichtsbegeisterte.

In den umliegenden Bergen und auf den kleinen Inseln im See stehen Hunderte von während der ikonoklastischen Periode aus Konstantinopel geflohenen Priestern und Mönchen erbaute Kirchen, Klöster und Kapellen.

Herakleia liegt an den Hängen der Latmos-Berge (Besparmak) in Seenähe, Nysa war eines der bedeutendsten Bildungszentren im Mäandertal. Aphrodisias mit seiner berühmten Bildhauerschule ist eine marmorne Symphonie. Das Stadion der Stadt ist eines der großartigsten seiner Zeit, In Pamukkale, in dem, als es noch Hierapolis hieß, schon die alten Römer kurten, blendet der Glanz der schneeweiß versinterten Terrassen dem Betrachter die Augen. Der ganze Ort ist ein einziges Naturwunder, das das von den Bergen herab fließende kalkhaltige Thermalwasser im Laufe von mehreren jahrtausenden geschaffen hat.

Moderne Thermalanlagen befinden sich heute in der Nähe der antiken Stadt in Karahayit.

In Hierapolis hat St. Philippus gelebt. Die Überreste einer ihm zum Gedenken gebauten Basilika auf einem achteckigen Fundament aus dem 5. Jh. sind noch zu sehen. Der Honaz-Nationalpark mit dem gleichnamigen Berg, einer der höchsten im ägäischen Gebiet, besteht aus einem herrlichen Bergwald. Am Nordhang des Berges liegen die Überreste von Colossai.
 





Textquelle: Ministerium für Kultur und Tourismus - überarbeitet und ergänzt von: Peter Kaiser
Fotos: Ministerium für Kultur und Tourismus und Peter Kaiser


 

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