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Was kann man in Atalya sehen?
Interessante Sehenswürdigkeiten in Antalya auf einen Blick
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Hadrianstor
Das meist beachtete, aus der Römerzeit stammende Bauwerk, ist das
Hadrianstor, das in Erinnerung an den Besuch Kaiser Hadrians im Jahre
139 n. Chr. erbaut wurde.
Hidirlik-Turm
Der 14 m hohe, zweistöckige Hidirlik-Turm stammt aus der Römerzeit und
steht am Rande der Felsen im Westen des Antalya Parks. Man nimmt an, dass
er als Leuchtturm benutzt wurde.
Kesik Minarett /
Panagia Kirche
Geht man vom Hidirlik-Turm in östlicher Richtung durch die Gassen der
Altstadt, kommt man zu der von Byzantinern aus Überresten eines
Gotteshauses errichteten Panagia Basilika.
Auf den Ruinen der durch arabische Raubzüge und Umwelteinflüsse zerstörten
Kirche, ließ der türkische Sultan Korkut 1467 eine Moschee errichten, an
deren Ostseite ein Minarett mit einem Umgang angebaut wurde. Das Gebäude
in Form eines Doppelkreuzes besteht aus zwei Teilen. Bei einem Brand im
Jahre 1869 wurde Hälfte des Minaretts zerstört. Seit dem trägt es heute
den Namen Kesik Minarett.
Yivli Minarett
und Ulu Moschee
Der Komplex Yivli Minarett und Ulu Moschee wurde im Jahre 1230 von Sultan
Alaadin auf den Überresten einer byzantinischen Kirche erbaut und war das
Symbol der Stadt. Das 45 m hohe, aus Ziegelsteinen erbaute Minarett steht
auf einem viereckigen Steinfundament. Der untere Schaft ist wie von einem
Gürtel mit acht Kanneluren umgeben, der obere Teil ist mit hellblauen,
viereckigen Mosaiksteinen verziert. Auf dem Boden sind aus Türkisen und
Fayencen die Worte Allah und Mohammed geschrieben. Zu dem aus Blocksteinen
gebauten Umgang des Minaretts führt eine aus 92 Stufen bestehende
Wendeltreppe.
Die schlichte Ulu Moschee grenzt an das Minarett; auf zwölf Säulen
strecken sich sechs, mit Dachziegeln gedeckte Kuppeln in die Höhe. Direkt
neben der Moschee befindet sich die aus kleinen Kammern bestehende Karatay
Medresse.
Saat Kulesi = Der Uhrturm von Antalya
Der Uhrturm steht an dem Platz, den man heute Kalekapisi nennt und wo
sich zu früheren Zeiten das nördliche Stadttor befand. Ursprünglich zum
Schutz des Kalekapisi bestimmt, ist er einer der ehemalig zwei, jeweils
neben dem Stadttor erbauten Wachtürme. Steht man vor dem 25 m hohen Turm,
sieht man eine Uhr angebracht ist.
Murat Pasa
Moschee
Die Murat Pasa Moschee wurde im Jahre 1570 von Pascha Kuyucu Murat erbaut.
Auf einem zehnseitigen Rahmen erhebt sich ihre große, hohe Kuppel. Mit
ihren Wandinschriften im Innenraum, der komplett begehbar ist, zählt sie
zu einem der schönsten Beispiele türkisch-seldschukischer Baukunst.
Museum von Antalya
Um die historischen Schätze in den Jahren der italienischen Okkupation vor
Plünderungen zu bewahren, wurden sie in der gesamten Region gesammelt und
erst in der Alaadin Moschee und ab 1937 in der Yivli Moschee verwahrt.
1972 wurden die historischen Kunstschätze im neuen Museumsgebäude
untergebracht. 1985 wurden sie nach Gesichtspunkten moderner
Museumsführung neu geordnet. Das Archäologische Museum Antalya ist mit
einer Fläche von 7000 qm das zweitgrößte Museum der Türkei. Es gibt 13
Ausstellungsräume und eine Galerie im Freien. Die etwa 5000 Kunstwerke
sind durchweg chronologisch ausgestellt. Es gibt folgende Abteilungen im
Museum Antalya:
Kinderabteilung
Das Museum Antalya ist das einzige der Türkei, das eine Kinderabteilung
hat. Im ersten Raum wird gezeigt, wie die Kinder in früheren Zeiten ihre
Haus- und Rechenaufgaben auf Tontafeln erledigten.
Prähistorischer Saal
Hier wird die Entwicklung der geologischen Formationen gezeigt sowie
Lebewesen betreffende Fossilien und Mineralien, wie z. B. versteinerte
Tannenzapfen und Seeigel. Außerdem werden hier Handbeile, Pfeilspitzen,
Faustkeile, Werkzeuge aus Knochen, Dolche und verschiedene andere
Werkzeuge ausgestellt, die in den Höhlen von Karain und Beldibi, nahe
Antalya, gefunden wurden und der Urgeschichte, der Altsteinzeit, der
Jungsteinzeit zugeordnet werden. Im westlichen Teil des Raumes werden u.a.
Grabstätten aus Ton und Ziegelstein gezeigt, die bei Ausgrabungen in
Elmali und Umgebung gefunden wurden. In diesen Grabstätten fand man aus
Ton gebrannte Gefäße, Siegel, Pinselstiele und in einem Original-Tongrab
ein Totenskelett.
Galerie
der Götter
Im Saal mit den Götterskulpturen steht in der Mitte die in Perge gefundene
Skulptur des Zeus, dem Vater aller Götter, der in der linken Hand einen
Stab hält. Außerdem stehen hier: die Skulptur von Artemis, die zu den
Hauptgöttinnen zählt. Sie wurde im Theater von Perge gefunden und galt als
Schutzpatronin der Stadt; die in Seleukia gefundene Skulptur der Leto; die
in Perge gefundene Skulptur der Glücksgöttin Fortuna; die Skulptur der
Schicksalsgöttin Nemesis, die mit einem Greif an ihrer Seite dargestellt
ist; die Skulptur der aus dem Schaum des Meeres geborenen Liebes- und
Schönheitsgöttin Aphrodite; die Skulptur der Demeter, Göttin des Erdsegens
und der Fruchtbarkeit, die Skulptur des Gottes der Unterwelt Serapis, die
Skulptur von Isis, Sinnbild der Naturkraft und andere.
Abteilung der kleinen und submarinen Kunstwerke
Hier findet man aus Gold und Edelsteinen hergestellte Ringe, Ohrringe,
Armreifen, Broschen, Medaillons, Ketten, Fibeln; Öllampen aus Keramik und
Bronze, mit Reliefs verzierte Vasen und Gefäße, verschiedene weitere
Schmuckstücke und Glasgegenstände. Die wichtigsten submarinen Funde sind
verschiedene Stein- und Metallhacken, antike Amphoren, in denen
Flüssigkeiten transportiert wurden und verschiedenartige Gefäße. In den
anderen Vitrinen sind kleine Statuen aus Stein, Tränenvasen und unzählige
kleine Kunstwerke aus der Römerzeit ausgestellt.
Der Kaisersaal
In diesem Raum sind für die Römerzeit charakteristische Porträts
ausgestellt. Sämtliche Skulpturen wurden bei Ausgrabungen in Perge
gefunden. Hier stehen neben den großen, aus der Römerzeit stammenden
Statuen von Kaisern wie Trajan, Hadrian und Augustus, Skulpturen der
Kaiserinnen Sabina, Julia Domna und Plancia Magna. Die Statuen dieser
berühmten drei Schönheiten und die Skulptur einer Tänzerin aus
schwarzweißem Marmor sind interessante Modelle.

Der Totenkult-Saal
Hier sind Sarkophage und Reliefs zu sehen,
die sich mit der Tradition der Beisetzung befassen. Der erste Sarkophag in
diesem Raum gehörte Damitlas Filiskas und seiner Familie. Er ist in
einem Stück aus Holz gearbeitet und mit einem Deckel versehen, auf dem das
Ehepaar auf einer Kline ruhend dargestellt ist. Links daneben steht ein
Medaillon-Sarkophag. An den Seiten des Sarkophags ist in der Mitte in
einem Kranz ein Medusenhaupt zu sehen, an dessen Seiten Eroten abgebildet
sind. Die auf diesem Sarkophag dargestellten Szenen sollen ein glückliches
und erfolgreiches Leben symbolisieren.
Der Mosaik- und Ikonensaal
Das interessanteste in diesem Raum ist zweifellos das, das in Seleukia
gefunden wurde: auf der Bordüre sind die berühmtesten Denker, Redner,
Historiker und Mathematiker der Vorzeit gemeinsam mit den Philosophen
dargestellt, wie z.B. Solon, Thukydides, Lykurgos, Herodot, Hesiod,
Demosthenes und Pythagoras. Direkt unter der Bordüre stehen die Worte
Ilias, Homer und Odysseus; man nimmt an, dass sich in der Mitte des
Mosaiks Personifikationen von Ilias, Homer und Odysseus befanden. Auf
einem anderen Mosaik ist der Sänger Orpheus mit wilden Tieren dargestellt
Die in der Region Antalya gefundenen, aus mehreren Kirchen
zusammengetragenen Ikonen, allen voran die des St. Nikolaus aus Demre,
befinden sich im südlich gelegenen Ikonensaal. Die Ikonen stammen aus dem
18. und 19. Jhdt. Sie zeigen Szenen aus dem Leben von Jesus und Maria
sowie Bilder christlicher Heiliger. Es gibt zwei Porträts von St.
Nikolaus, besser bekannt als Weihnachtsmann, der im 4. Jhdt. n. Chr.
lebte, in Myra und Pinara Bischof war und als Heiliger verehrt wurde; in
Myra/Demre befindet sich die nach ihm benannte St. Nikolaus Kirche. Als
Reliquie wird eine Kiste angesehen, auf dessen Deckel St. Nikolaus
dargestellt ist und in der sich seine Gebeine befinden sollen.
Die Münzsammlung
In diesem Raum sind Münzen vom 6. Jhdt. v. Chr. bis zu heutigen Zeit
ausgestellt; außerdem ist die 2500-jährige Tradition anatolischer
Münzprägetechnik und Volkswirtschaft lehrreich dargestellt.
Ethnographische Abteilung
Hier sind Kunstwerke, Kleidungsstücke, handgeschriebene Bücher, Waffen,
Gefäße und ähnliche Gegenstände aus seldschukischer, osmanischer und
republikanischer Zeit ausgestellt. Weiterhin befinden sich in diesem Raum
Fayencen, Porzellan, religiöse Kunstgegenstände, Schlösser,
Kleidungsstücke und typische Nomadenutensilien.
Die Galerie im Freien
Im Gegensatz zum Innenteil des Museums sind im Garten unter freiem Himmel
besonders große Kunstwerke wie Sarkophage, Grabsteine und Skulpturen zu
besichtigen.
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