Mystisches Chimaera und die ewig brennenden Steine "Yanartas"
 Lesen Sie mehr über die Sage von Chimaera und über die brennenden Steine!


Brennende Steine von Chimaera bei Cirali

Chimaera, seit der Antike bekannt, ist ein Platz der Mystik und Mythen. Ca. 85 km westlich von Antalya, in der Nähe von Cirali, am Weg des Lykischen Wanderweges gelegen, kann man hier über ein Jahrtausende altes Naturwunder staunen. Die brennenden Steine Yanartaş   (bedeutet auf türkisch: Yanartaş = brennender Stein) Ein kurzer Aufstieg von ca. 20 Minuten auf ca. 250 mtr. Höhe am östlichen Ende von Cirali und schon sind Sie mitten bei den brennenden Steinen. Aus den Spalten des sehr felsigen Bodens brennen an verschiedenen Stellen kleinere Flammen, bis zu 30 cm hoch. Sie brauchen einfach an einer Spalte ein Feuerzeug anzumachen und schon brennt eine weitere Flamme.

Wie entsteht das Feuer? Erdgase entweichen aus Rissen, Spalten und kleinen Löchern des felsigen Abhangs  und entzünden sich. Das Gas fackelt sozusagen ab. Erzählungen berichten davon, dass die Flammen in der Antike wie ein Leuchtfeuer auf dem Meer zu sehen waren. Auch heute noch kann man bei Dunkelheit von einem Schiff aus die Flammen lodern sehen.


Die brennenden Steine "Yanartas" von Cimaera/Cirali


Hang und Überreste der mittelalterlichen Kirche

Die in der Nähe gelegene Stadt Olympos war wegen seines Hephaistos-Kultes sehr berühmt. Das Heiligtum dieses Kultes soll sich Überlieferungen zufolge hier befunden haben. Allerdings gibt es keine neuzeitlichen archäologische Beweise dafür. Vereinzelt liegen zwischen den lodernden Flammen Fragmente von Marmortafeln herum. Allerdings kann man den Inschriften keine genaueren Hinweise entnehmen.

Die Überreste einer kleinen Kirche aus dem Mittelalter sprechen aber dafür, dass es sich hier um einen Platz handelte, der als Kultstelle anzusehen ist.

Manche Besucher bringen sich ihre eigene Pfanne, Speck und Eier mit und bereiten sich auf einer der Flammen ihre Mahlzeit. Origineller geht's kaum. Mehr als Gag, aber auch das ist möglich.

Die Einen bringen sich zum Abend ihren Rotwein mit und erzählen sich bei den lodernden Flammen mystische Geschichten oder singen spirituelle Lieder. Und wieder Andere genießen einfach die Atmosphäre dieses wundersamen Platzes in einer lauen Sommernacht.


Warum die Energie der Flammen nicht zum Kochen nutzen?

Die Sage um das Ungeheuer von Chimaera (Chimära)

Homer siedelte einst das feuerspeiende Ungeheuer "Chimaera" in Lykien an. Vielleicht handelt es sich in Olympos sogar um die sagenumwobene Heimat dieser Figur aus der griechischen Mythologie. In dem Dorf Cirali (bei Olympos) finden Sie einen Wegweiser zu den brennenden Steinen (Yanartas). Ein mühsamer Aufstieg von ca. 20 Minuten belohnt Sie mit einem tollen Erlebnis. Die beste Zeit dafür ist in der Abenddämmerung. Für den Besuch bei Dunkelheit ist eine Taschenlampe unbedingt erforderlich! Der Weg ist befestigt. Gutes Schuhwerk wird empfohlen.

Die Chimaere (Chimäre) ist ein Geschöpf aus der griechischen Mythologie. Sie soll eine  Tochter der Ungeheuer Echidna und Typhon gewesen sein. Ihre Geschwister waren Hydra, Kerberos und Sphinx. Die Chimaere soll in Lykien gelebt und Mensch sowie Tier bedroht haben. Alles hatten Angst vor ihr. Sie versetzte alles in Schrecken.

Homer hat die Chimaere als Feuer speiendes Wesen mit drei Köpfen beschrieben. Eine Mischung aus Löwe, Ziege und Schlange, mit dem Kopf eines Drachen. König Jobates soll dem Enkel des Sisyphus, Bellerophon, den Auftrag gegeben haben, die Chimaere (Chimäre) zu töten. Bellerophon ritt auf dem geflügelten Pferd Pegasus, das ihm von einem griechischen Gott dafür zur Verfügung gestellt wurde. Die Sage spricht davon, dass er die Chimaere aus der Luft mit seinen Pfeilen tötete. Dafür soll Bellerophon die Tochter des Königs als Frau bekommen haben.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute! 


Das fliegende Pferd Pegasus


Kultstätte Kirche  in Cirali be den brennenden Steinen





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