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Ernährung und Gesundheit - die traditionelle Türkische Küche ist gesund

Mit zunehmender Moderne geht leider auch der Sinn für Tradition verloren. Spiritualität als ein Verhaltensmaßstab für das
 tägliche Leben gehört immer mehr der Vergangenheit an. Heutzutage sucht man die Antworten in der Wissenschaft.

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Es erscheint wie Ironie, während Schnellrestaurants wie Mac Donalds und Pizza Hut überall wie Pilze aus dem Boden sprießen, dass traditionelles Essverhalten ein Comeback erlebt.

Was unsere Großmütter schon immer wussten, wird jetzt durch die moderne Wissenschaft belegt eine Diät, die hauptsächlich aus Körnern, Gemüse und Früchten besteht und bei der Fleisch und Milchprodukte nur sparsam und zum Würzen benutzt werden, ist gut für die Gesundheit. Darüber hinaus gibt es viele Möglichkeiten, Speisen miteinander zu kombinieren, die einander zu einer perfekten Ernährung ergänzen können.

Die Türkische Küche ist in dieser Beziehung beispielhaft. Eine vom US-Agrarministerium veröffentlichte "Lebensmittelpyramide" entspricht den Jahrhunderte alten Praktiken einfacher türkischen Haushalte.

 

Sogar die berühmtberüchtigten Menüs von Internaten oder Armeeküchen, die nicht gerade für ihren Wohlgeschmack bekannt sind, enthalten alles, was nach dem Stand der heutigen Wissenschaft für eine vollwertige Ernährung notwendig ist. Eine dieser Kombinationen, die scherzhaft "Nationalgericht" genannt wird, besteht aus Bohnen und Pilav mit sauren Gurken und Quittenkompott - eine rundum nahrhafte Zusammenstellung, in der alle essentiellen Proteine, Kohlenhydrate und Mineralstoffe enthalten sind.

Eine andere „seltsame“ Esstradition ist die Kombination von Spinat mit Joghurt. Jetzt wissen wir, dass der Körper das im Joghurt enthaltene Kalzium benötigt, um das Eisen abbauen zu können, das im Spinat enthalten ist.

Joghurt, ein Geschenk der Türken an die Welt, ist weltweit zu einem beliebten Nahrungsmittel für Gesundheitsbewusste geworden. Dieses türkische Grundnahrungsmittel ist für seine entschlackende Wirkung bekannt. Man schreibt eine positive Wirkung und inzwischen wissenschaftlich erhärtete auch anderen Produkten zu wie zum Beispiel der Zwiebel, die großzügig bei den meisten Essen verwendet wird und das Immunsystem stärken soll, oder dem Knoblauch bei hohem Blutdruck und dem Olivenöl bei allen erdenklichen Unpässlichkeiten.

Die verworrene Diskussion um gesättigte und ungesättigte Fettsäuren sowie gutes und schlechtes Cholesterin bei der Bewertung von Olivenöl ist schlichtweg lächerlich. Angesichts unserer heutigen Kenntnisse über gesunde Ernährung. könnte man den Bauarbeiter um sein Mittagessen - Brot, Schafskäse, Weintrauben im Sommer, Helva und Oliven mit Brot im Winter beneiden.

Die Vielfalt von Blätterteigpasteten, die mit Käse oder Hackfleisch gefüllt sind, die Fleischpide oder Kebabs sind "Fast Food" für Millionen von arbeitenden Menschen und werden ausnahmslos nach jahrhundertealten Techniken zubereitet.

In der heutigen Zeit wird insbesondere der Snack als schädliche Essgewohnheit beklagt, dieses schreckliche Nahrungsmittel, das den Zuckerspiegel schnell anheben soll - so hoch, dass man für den Rest des Tages keinen Hunger hat. Und wiederum kam die moderne Wissenschaft zu Hilfe, gesunde Snacks wurden wieder entdeckt. Einige sind den Türken wohlbekannt: zum Beispiel "Fruchtröllchen".

Besuchen Sie ein Geschäft, das Trockenobst und Nüsse verkauft, und Sie werden diese Leckerbissen in ihrer ursprünglichen Form, „Pestil“ (zerriebene und ausgewalzte Aprikosen, Trauben, Pflaumen u.ä.) finden.

In diesen Geschäften warten noch viele andere Dinge auf einen unternehmerischen Pioniergeist, der sie auf den westlichen Markt bringt. Ein weiterer gesunder Snack in Form einer Handvoll Rosinen und Nüsse ist allen türkischen Müttern als die Wegzehrung bekannt, die sie ihren Kindern in die Taschen ihrer Schuluniformen stecken, damit sie vor er Prüfung davon naschen können.

Schon mythologische Helden haben sich vor dem Kampf mit Drachen oder anderen Ungeheuern mit dem "Studentenfutter" gestärkt. Auch der Vogel Greif wurde außer mit Fleischbrocken für ihn selber mit Säcken voller Nüsse für den Prinzen, den er über die kaukasischen Berge tragen sollte, beladen...

Soweit es unser Essen betrifft, ist es beruhigend, dass wir wieder entdecken, was für unseren Körper gut ist.

Dennoch bleibt das drückende Gefühl der Unvollständigkeit dieses Wissens, solange man das Essen nicht in kulturellem Kontext und ohne geistige Traditionen betrachtet. Das ist die Herausforderung, der die moderne Türkei im Zeitalter von Gentechnik, hightech Massenproduktion und einer wachsenden Anzahl auf Bequemlichkeit ausgerichteter Haushalte gegenübersteht.

Aber vorläufig sind die Märkte noch belebt und die Speisen schmackhaft wie eh und je. Nutzen und genießen Sie es!

 

Textquelle: Ministerium für Tourismus und Kultur, ergänzt und überarbeitet von Peter Kaiser
Bildmaterial: Peter Kaiser

 

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