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Tee - Kaffee - Ayran

Über den Türkischen Kaffee, seine Geschichte, sowie de Bedeutung des Kaffeehauses
für das gesellschaftliche Leben wurde schon sehr viel geschrieben.

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Ohne eine gewisse Kenntnis der Materie ist man jedoch oft leicht enttäuscht von dem dunklen Gebräu mit dem störenden Satz, auf dem zum Beispiel ein Mark Twain einst aus Versehen herumkaute.

Daher sollten sich „Anfänger“ zunächst drei Regeln einprägen.

   -  Türkischer Kaffee sollte nur vorsichtig und in kleinen Schlückchen ohne den Satz getrunken werden.
   -  Erwarten Sie keinen Koffeinstoß nach einem Türkischen Kaffees, denn er ist nicht „stark“, sondern lediglich „dick“.
   -  Beisammensein und Gesellschaft das ist entscheidend - ein Kaffee dient dafür nur als Vorwand.....

Das wichtigste Anregungsmittel für Türken ist jedoch Tee, den man in konzentrierter Form in einem kleinen Kännchen, das auf einer größeren Kanne mit kochendem Wasser steht, ziehen lässt.

Das Konzentrat wird in zarte Gläschen abgefüllt und je nach Wunsch mit mehr oder weniger Wasser verdünnt serviert. Das Teetrinken ist ein wesentlicher Bestandteil des Arbeitstages und jede Unterbrechung der ständigen Versorgung mit frischem Tee führt unweigerlich zu absinkender Produktivität.

 

Wie überliefert wurde, soll einst ein aus dem Zoo in Ankara entwichene Löwe Zuflucht in einem Ministerium gesucht haben, wo er in aller Ruhe einige Beamte verspeist haben soll. Das soll jedoch nicht weiter aufgefallen sein. Jedoch sei Panik ausgebrochen, als das Tier sich des Verantwortlichen für die Teezubereitung bemächtigen wollte. Sofort sei ein Polizeiaufgebot zur Stelle gewesen, um diesen für einen ungestörten Verwaltungsablauf unerlässlichen Mitarbeiter zu retten.

Ein Park, in dem man keinen Tee oder Kaffee trinken kann, ist in der Türkei unvorstellbar. Daher besitzt jeder Platz mit etwas Grün zumindest ein Teehaus oder ein Teegarten.

Diese Plätze befinden sich auf dem Markt- oder Dorfplatz unter alten Bäumen, auf einem Hügel mit Blick auf ein Tal oder das Meer, am Hafen, am Straßenrand, von wo aus das Tagesgeschehen überblickt werden kann, an einem Wasserfall oder im Wald. Typische Teegärten in Istanbul sind Emirgan auf der europäischen und Camlica auf der anatolischen Seite des Bosporus, das berühmte Cafe Pierre Loti am Goldenen Horn und der Teegarten in Üsküdar.

Die traditionellen Teehäuser verschwinden jedoch allmählich und besonders aus den eher touristischen Orten an der Küste und mutieren zu "Pubs" und "Biergärten" (wo es aber immer noch Tee und Kaffee gibt)...

An heißen Sommertagen ist „Ayran“ das wohl erfrischendste Getränk. Ein mit kaltem Wasser verdünnter Joghurt, dem etwas Salz hinzugefügt wird.

Des weiteren gibt es hervorragende Fruchtsäfte, die tatsächlich noch aus Obst hergestellt werden. Überall findet man kleine Stände und Imbissbuden, wo man sich einen frisch gepressten Apfelsinen-, Mohrüben-, Apfel- oder Pampelmusensaft bestellen kann.

Im Spätherbst und im Winter wandern Händler durch die dunklen Straßen und rufen mit oft Furcht erregender Stimme „Boza“, ein dickflüssiges, süßliches Kaltgetränk und enormer Energiespender aus gegorener Hirse, das mit einer Prise Zimt und Ingwer getrunken wird. Boza wird das ganze Jahr über auch in Cafes und Dessertgeschäften verkauft.


 

Textquelle: Ministerium für Tourismus und Kultur, ergänzt und überarbeitet von Peter Kaiser
Bildmaterial: Ministerium für Tourismus und Kultur oben und Peter Kaiser, unten

 

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