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Teigwaren

Teigwaren sind einer der Hauptpfeiler der Türkischen Küche.

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Weizenmehl für „Beyaz Ekmek“ (Weißbrot), „Pide“ (Fladenbrot), „Simit“ (Sesamringe) und „Manti“ (Ravioli) sowie „Yufka“ (Blätterteig). Mit Yufka werden traumhafte „Börek“ (Pasteten aller Größen mit Käse-, Fisch-, Fleisch- oder Gemüsefüllung), hergestellt.

Die osmanischen Bäcker glaubten, dass Adam, der Schutzpatron der Bäcker, die Zubereitung von Brot nach seiner Vertreibung aus dem Paradies von dem Erzengel Gabriel gelernt habe. Das Geheimnis wird von den türkischen Bäckern streng gehütet; kein anderes Brot schmeckt so gut wie ein frisches knuspriges alltägliches türkisches Weißbrot.

Dessen wird man sich erst bewusst, wenn man das Land wieder verlässt.

 

Das gesegnete Brot wird täglich zu allen Mahlzeiten in großen Mengen von Arm oder Reich hochgeschätzt. An fast jeder Straßenecke gibt es eine Brotbäckerei, in der die goldbraunen knusprigen Laibe zweimal täglich, morgens und nachmittags, gebacken werden und die Straßen mit ihrem unwiderstehlichen Duft füllen. Am späten Nachmittag läuft fast jeder mit einem oder mehreren ofenfrischen Broten für das Abendessen durch die Straßen - und manches Brot hat, bis es endlich auf dem Tisch liegt, schon merklich an Umfang eingebüßt.

Ekmek, Pide und Simit schmecken frisch am besten. Brotreste werden an die Tiere verfüttert oder anderweitig verwertet. Die Katzen aus der Nachbarschaft könnten das genau erklären.

Manti werden mit reichlich Knoblauchjoghurt und einem Löffel geschmolzener Butter mit Paprika gegessen. Ein komplettes und sehr beliebtes Sonntagsessen für die ganze Familie, das mit einem Imbiss am Nachmittag abgerundet werden kann.

Die Fertigung von Börek bedarf eines hohen Maßes an Geschicklichkeit und Erfahrung, sofern Sie keine fertigen Yufka aus Ihrem Supermarkt um die Ecke beziehen können. Jeder, der in der Lage ist, diese schwierige Arbeit des Blätterteigausrollens zu bewältigen, zählt zu den gefragtesten Mitgliedern im Familien- oder Freundeskreis.

Die hauchdünn ausgerollten, kreisrunden Teigblätter werden in die gewünschte Form geschnitten, geschichtet oder gefaltet, nachdem oder bevor sie mit Käse, Fleisch, Gemüse oder Fisch gefüllt oder belegt wurden. Dann wird das Werk überbacken oder frittiert In jedem Haushalt stehen zumindest fünf verschiedene Arten von Börek regelmäßig auf dem Speiseplan.

Neben Brot ist „Pilav“, entweder aus Reis oder aus Weizenschrot (Bulgur) - von großer Bedeutung. Ein Brei aus geschrotetem Weizen mit Zwiebeln, Tomatenscheiben, in Butter sautierten grünen Pfefferschoten und gekocht in Rinderbrühe ist eine vollwertige Mahlzeit. Reis - kalt oder warm in vielen Varianten - dient je nach Zubereitung als Beilage zu Fleisch oder Gemüse oder als Hauptgericht. „Pilav“ muss bei den Türken locker und körnig vom Löffel gehen und darf keinesfalls breiartig verklumpt auf den Teller fallen.

 

Textquelle: Ministerium für Tourismus und Kultur, ergänzt und überarbeitet von Peter Kaiser
Bildmaterial: Ministerium für Tourismus und Kultur unten und Peter Kaiser, oberes Foto

 

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