|

Hier klicken um zur Startseite zu
kommen
Lokum - eine
türkische Versuchung
oder.... warum Turkisch Delight nicht für Diäten
geeignet ist!
Folgt man der direkten Übersetzung aus dem Englischen, so bedeutet der
Begriff "Turkish
delight" "Türkische Freude" oder "Türkisches Vergnügen". Der in Europa
bekannte und harte Türkische Honig hat mit richtigem Lokum
nichts zu tun. Es ist recht süß, etwas klebrig, schmeckt einmalig und macht
Appetit auf mehr!
Lokum, die Köstlichkeit aus der Zeit der Sultane gehört zum Türkeiurlaub wie
der Apfeltee oder der Raki. Auch wenn für die meisten Urlauber das Wort "Lokum"
fremd ist, so begegnet ihnen diese Süßigkeit in den Urlaubsorten auf Schritt
und Tritt. Meist da zu finden, wo es Gewürze, Apfeltee und Souvenirs zu
kaufen
gibt. Achten Sie aber darauf, dass Sie nur frisches und handgemachtes Lokum
kaufen.
Die fertig verpackten und industriell hergestellten hinken den
"handgemachten" im Geschmack und Frische weit hinterher. Wer einmal frisches
Lokum gegessen hat, der wird süchtig.
Lokum wurde erstmalig im 17. Jhdt. hergestellt und ist eines der ältesten Konfekte der Welt, wie man es in verschiedenen
Überlieferungen lesen kann. Am Hofe eines Sultans sollte eine Süßigkeit
kreiert werden, um einmal die vielen Damen im Harem zu verwöhnen und zum
anderen dem Sultan zu mehr Manneskraft verhelfen sollte. Man nennt in der
heutigen Zeit deshalb Lokum scherzhaft auch "Türkisches Viagra".
Alle Köche und Konditoren am Hof des Sultans waren aufgerufen, den Wunsch
des Sultans zu erfüllen. Der Konditor Haci Bekir kochte Mais- und Reisstärke mit Honig und
probierte, mischte Früchtesirup und verschiedene Trockenfrüchte und Nüsse
unter und rührte solange, bis am Ende eine zuckersüße, zähe und
klebrige Masse heraus kam. Das Lokum war entstanden. Der Sultan war davon so
entzückt, dass er ihn zum ersten Konditor seines Palastes ernannte. Noch
heute, nach 238 Jahren gibt es noch Lokum, hergestellt nach original
Rezepten zu kaufen. Natürlich von der Firma Haci Bekir.
Vor dem Servieren wird Lokum heute mit etwas Puderzucker, Schokolade oder
Kokosraspeln überzogen, oder in gebrochenen Pistazien oder Nüssen gewälzt.
Rosinen, Pistazien, Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln und was immer
geschmacklich dazu passte wurde mit eingearbeitet und so entstand Lokum in
seinen verschiedensten Arten. Noch heute werden Früchtesirup und auch Honig
verwendet. Seit einigen Generationen benutzt man für die Süße auch normalen
Zucker. Gefüllt werden die süßen Rollen mit allem, was geschmacklich dazu passt.
Haltbar ist Lokum bedenkenlos bis zu einem Jahr und länger.
Eine andere spezielle türkische Süßigkeit sind getrocknete Früchte aller
Art, gefüllt mit Mandeln, Hasel- oder Walnüssen (siehe letzte Foto unten rechts). Eine
Delikatesse.
Und wenn der Sultan nicht gestorben ist......,
dann lebt er noch heute und
beglückt sich und seine Damen im Harem mit köstlichem Lokum..............
Sie können Sie auch zuhause mit der
Herstellung von Lokum versuchen, ein Rezept finden sie
hier:
[zurück] [Impressum]
Copyright
by Peter Kaiser
|