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Eines der Themen im
wöchentlichen Manager-Meeting war die Sichtung eines Haufens, welcher im
Pool vor sich hin trieb. Glücklicherweise verfügten wir über zwei
Pool-Anlagen, so dass man den einen ruhig für eine gewisse Zeit schließen
konnte. Um herauszufinden, ob ein komplettes Abpumpen des Pools nötig war,
musste man nun etwas über die Konsistenz der Verunreinigung in Erfahrung
bringen. Handelte es sich vielleicht um ein Kinder-Werk ? Nein, es schien in
seiner Größe eindeutig einem erwachsenen Leibe entsprungen. Und war dies ein
zusammenhängendes Stück (dann hätte es nämlich gereicht, den Pool einfach
nur Schock-zu-chloren) oder doch eher eine zerfließende Masse. Ja, ich weiß,
dies ist ekelhaft, aber was tut man nicht alles, um sinnloses Verpulvern
finanzieller Mittel zu vermeiden. Man einigte sich später also darauf, dass
eine Schock-Chlorung über zwei Tage völlig ausreichen würde. Und während
sich vorher einige darüber aufregten, warum wir nicht kontrollieren könnten,
ob jemand in den Pool sch... würde oder nicht, so gab es hinterher zig
Kritiken, warum der verdammte Pool geschlossen sei. Wie auch immer, wir
schlossen den Pool zwei Tage lang für eine Komplett-Reinigung und damit
basta.
Nach
einer gewissen Zeit ist man ohnehin nur noch schwer zu überraschen. Wenn man
einmal erlebt hat, wie jemand bei der Ankunft sturztrunken aus dem Bus vor
die Stufen zur Lobby fällt, hat man sich auch schon dran gewöhnt.
Glücklicherweise kam das nur äußerst selten vor. Eine Dame war
beispielsweise dermassen alkoholisch angenebelt, dass sie in die zufällig
unverschlossen vor der Rezeption geparkte Limousine unseres Patrons (Club-
und Konzern-Besitzers) stieg und sich dort explosionsartig erbrach. Der
Patron war davon übrigens sehr erbaut. Aber man kann ja nicht immer lachen.
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