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Magie, mystisch, märchenhaft...... Kappadokien
Türkei - Heimat des Glaubens und die Wiege der Menschheit
 

"Hüte Deine Hand, Deine Zunge und Dein Verlangen."
"Was immer Du suchst, suche es in Dir."
"Ein Weg, der nicht von Wissen geleitet wird, führt in die Finsternis."

 
Haci Bektas-i Veli, 13. Jh.

Ein Gemisch aus Lava und Asche, was sich infolge gewaltiger Ausbrüche der Vulkane Hasan und Erciyes vor vielen tausend Jahren über das heutige Kappadokien ergossen hat, entstand der weiche Tuffstein, den Wind und Wetter zu einer surrealistischen rötlich-ockerfarbenen bis grau-grün-bläulich erscheinenden Landschaft mit fantastisch bizarren Kegeln, die aussehen wie Pilze - den "Per! bacalari" (Feenkaminen).

Hügelund Tälern formten, die mit von Menschenhand geschaffenen Wohn- und Lagerhöhlen. Unterirdische Städte, teilweise 20 Etagen tief, sind mit reichlich Fresken ausgeschmückten Kirchen, Klöstern und Kapellen durchsetzt.

Im heutigen Göreme-Nationalpark in Kappadokien liegen viele dieser eindrucksvollen Bauwerke dicht beieinander. Im Tal der Kirchen „Ihlara“ befinden sich bis zu 100 Höhlen- und Felsenkirchen direkt nebeneinander.

 

Nördlich des Göreme-Nationalparks liegt Hacibektas mit dem Haci Bektas-i Veli Komplex, heute ein Museum. Haci Bektas-i Veli, ein türkisch­islamischer Humanist, der auf Vernunft, Wissen, Nächstenliebe und Gleichheit baute und der Gründer eines Sufi-Ordens war, der nach ihm benannt wurde, setzte sich besonders für einen ehrenvollen Status der Frau in der Gesellschaft ein und forderte Bildung für sie. Sein Grabmal steht innerhalb des oben erwähnten Komplexes, der des weiteren eine Moschee, Mönchs - und Klausurzellen, eine Zelle zur Selbstkasteiung, eine

Bibliothek sowie Besucher-, Vorrats - und Küchenräume, ein Türkisches Bad und eine Wäscherei umfaßt. Alljährlichim August finden internationale Haci Bektas Veli Gedenktage statt. Haci Bektas ist nicht nur für türkische Gläubige eine Pilgerstätte.

Südöstlich von Hacibektas erstreckt sich Kayseri, das römische Caesarea, an den Ausläufern des (erloschenen) Vulkans Erciyes.

Einer der frühesten seldschukischen Baukomplexe in Anatolien ist der in der Stadt stehende Huand Hatun-Komplex mit Moschee, Medresse (heute ein volskundliches Museum) und der Mahpari Hatun-Gruft. Südlich des Komplexes steht das Döner Kümbet, ein seldschukischer Grabbau von klassischer Schlichtheit.

Kayseri war unter den Seldschuken ein bedeutendes kulturelles Zentrum, wovon die viele Bauwerke aus jener Zeit zeugen, Bemerkenswert ist die Sifte (doppelte) Medresse, bestehend aus den Medressen Giyasiye und Sifahiye, Letztere war die erste seldschukische Ärzte­und Medizinschule mit Spital auf anatolischem Boden und ist heute das medizinhistorische Museum Gevher Nesibe,

Hacibekta,s-i Veli, Hacibekta,s-Nev,sehir Kanesch, etwa um 2000 v. Chr.  gegründet, ist das heutige Kültepe nördlich von Kayseri und war eine hethitisch­assyyrische Handelskolonie (Karum) und die erste Freihandelszone der damaligen Welt.





Textquelle: Ministerium für Kultur und Tourismus - überarbeitet und ergänzt von: Peter Kaiser
Fotos: Ministerium für Kultur und Tourismus


 

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