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Aktivurlaub in der Türkei

Zu Lande, zu Wasser oder in der Luft - es gibt vielfältige Möglichkeiten

 
Aktivurlaub Sommer wie Winter
Die langen Sandstränden der Türkei sind ideal zur Entspannung. Wer jedoch im Urlaub gerne auch aktiv wird, kann aus einer Fülle von Angeboten wählen – sei es Wassersport, Wandern, Radfahren, Golfen oder gar etwas mit dem gewissen „Kick“, wie Bergsteigen und Rafting. Dabei sind die vielfältigen Optionen auch kombinierbar: Im April und Mai kann man morgens Schi fahren, und nachmittags am Strand baden. Wer sich z. B. früh auf der lykischen Saklıkent-Alm die Bretter anschnallt, kann am selben Tag noch in Olympos das Mittelmeer genießen.

Beachvolleyball hat fast jedes große Hotel in seinem Programm. Ob am Strand oder in einer professionellen Anlage – Volleyball auf Sand steigt in der Spieler- und Zuschauergunst ständig. Die Anlage am Kleopatra-Strand von Alanya war bereits Austragungsort der Herren-Weltmeisterschaften.

Aktiv in Poseidons Reich
Die Bucht von Alaçatı an der Ägäisküste ist ein Windsurferparadies: Ständige Winde und eine geringe Wassertiefe sind ideale Bedingungen für Freunde dieses Sports. Anfänger können in Windsurfschulen erste Erfahrungen auf dem Brett sammeln. In der Wind-Saison von Mai bis Oktober finden dort internationale Wettkämpfe statt.


Blaue Reise (Foto: Ministerium für Tourismus)

 

Für Tauchsportbegeisterte hält die Türkei viele Tauchbasen bereit. Die meisten Tauchschulen befinden sich an der Südküste, denn das Mittelmeer ist reich an interessanten Wracks. Bei Kemer liegt das Wrack eines französischen Kriegsschiffs. Vor Tekirova gibt es viele interessante Höhlen und Spalten, wo sich Muränen und andere Meeresbewohner tummeln. Das künstliche Riff in Strandnähe ist das beliebteste Ziel. Fortgeschrittene Taucher, die Herausforderungen suchen, finden diese in den Gewässern um Kalkan (ca. 90 Minuten vom Flughafen Dalaman). Dort herrscht eine starke Unterwasserströmung. Die Gök-Höhle ist eine ehemals trockene Höhle bei Finike (zwischen Antalya und Izmir). In 15 Metern Tiefe kann man die Tropfsteingebilde aus wasserlosen Zeiten bestaunen.


Traumhafte Buchten (Foto: Ministerium für Tourismus)

Wer gerne segelt, dem sei ein ganz besonderes Highlight ans Herz gelegt: Die „Blaue Reise“. Diese mindestens einwöchigen Segeltörns mit Vollpension starten in Antalya, Marmaris oder Bodrum. Die Boote, genannt Gulets, tragen je nach Größe bis zu 24 Personen. Auf der tiefblauen See geht es dann zu einsamen Buchten, antiken Stätten und quirligen Dörfern, wo man mit großer Gastfreundschaft empfangen wird. Besonders als Gruppen- oder Incentive-Reise ist der Segeltörn an Ägäis und Mittelmeer beliebt. Auch für Segler mit eigener Yacht wird die Türkei immer interessanter. Das Angebot an Anlegestellen und Marinas wird stets größer.

An touristischen Stränden runden Wasserschi, Jet-Skis, Banana-Boat oder Gleitschirm-Flieger, die von Booten gezogen werden, das Angebot ab.

Wilde Flüsse hinab
Eine Wildwasserfahrt auf einem Schlauchboot treibt das Adrenalin in ungeahnte Höhen! Rafting erfreut sich immer mehr Beliebtheit – auch in der Türkei. Der Dalaman-Fluss in der Ägäis durchläuft zahlreiche Windungen in wunderschöner Natur. Die rasante Fahrt durch die Stromschnellen spürt man bis ins Knochenmark! Die Veranstalter halten Ausrüstung bereit und geben die nötige Einweisung. Abenteuerlustige sollten sich eine Floß- oder Kanufahrt auf dem wild-romantischen Strom Çoruh bei Artvin im Nordosten nicht entgehen lassen. Auch der nahe Fluss Altınparmak eignet sich zum Wildwasser-Fahren. Der Köprülü Kanyon nordöstlich von Antalya sowie der Manavgat bei Side sind ebenfalls beliebte Rafting-Stätten.


 Rafting für jedes Alter (Foto: Ministerium für Tourismus)

Aus der Vogelperspektive
Das Zentrum für Gleitschirmflieger ist der Berg Baba (Babadağ) in der Nähe des bekannten Strandes Ölüdeniz an der Ägäis. Aus fast 2.000 Metern Höhe kann man hier stundenlang dahingleiten. Auch Langzeitflüge mit Motorschirmen sind im Angebot.

Bei Ephesos (Efes) haben mutige Touristen die Möglichkeit zu einem Fallschirmsprung. Ob allein oder im Tandem – das Gleiten über den Ruinen von Ephesus ist unvergleichlich. Ballon- und Segelfliegen sind ebenfalls herrliche Erlebnisse, vor allem über den wunderschönen Landschaften der Türkei, wie zum Beispiel oberhalb der Feenhügel von Kappadokien.

Sportlich die Natur genießen
Der Golfsport ist kein Nischensport mehr – schon viele Urlauber sind bei einem Türkei-Aufenthalt auf den Geschmack gekommen. Die Golf-Zentren der Türkei sind Ýstanbul sowie Belek bei Antalya. Sie entsprechen internationalem Standard und sind für Anfänger sowie Fortgeschrittene der ideale Ort, um in wundervoll gestalteter, mediterraner Umgebung Abstand vom stressigen Alltag zu gewinnen.


Golf in Belek (Foto: Ministerium für Tourismus)

Eine ebenso weitgehend stressfreie Art, die Natur zu genießen, ist auf dem Rücken von Pferden. In Patara an der Lykischen Küste trifft eine üppig grüne Vegetation das strahlend blaue Meer – ein Ausritt am kilometerlangen Strand ist einfach herrlich. Einige Veranstalter bieten Reitausflüge an. Z. B. in Kappadokien kann man die herrliche Landschaft vom Pferd aus bestaunen.

 

Auch das Fahrrad ist eine ideale Möglichkeit, die Türkei zu erkunden. Manche Veranstalter bieten Touren an. Nicht zu unterschätzen sind allerdings die Steigungen im Gebirge – sowohl am Mittelmeer wie auch am Schwarzen Meer. Kas hat das größte Sportangebot: Neben Mountainbiking kann der Reisende zwischen Wandern, Paragliding und Seekayaking wählen.

Sommer wie Winter über Berg und Tal
Der Wandersport ist noch nicht stark verbreitet. Bisher gibt es zwei gut ausgeschilderte Trails: Den Lykischen Wanderweg und den Paulus-Fernwanderweg (siehe auch: „Kleinasien – Wiege der Kulturen“). Der ca. 500 km lange Lykische Wanderpfad verläuft von Fethiye bis nach Antalya entlang der Südküste. Antike Sehenswürdigkeiten reihen sich aneinander. Die unterschiedlichen Landschaften vor der eindrucksvollen Kulisse des Taurusgebirges machen ihn zu einem der schönsten Weitwanderwege weltweit. Verschiedene Reiseveranstalter bieten organisierte Wanderreisen von 4-8 Tagen Dauer an.


Radeln in der Natur (Foto: Ministerium für Tourismus)

Für Freeclimber ist das Klettergebiet Geyikbaırı bei Antalya ein Geheimtipp. Die Felswände sind in viele Sektoren mit unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden aufgeteilt. Zwei Camps direkt unter den Felsen bieten Unterkunftsmöglichkeiten. 

Anatolien ist von Bergen eingerahmt und bietet Bergsteigern eine Vielzahl von Möglichkeiten. Der bekannteste ist der 5.000er „Ararat“ (türkisch: Ağrı) in Ostanatolien. Hier soll Noah mit seiner Arche gestrandet sein. Im wunderschönen Naturreservat nähern sich Bergsteiger dem Gipfel am besten von der Südflanke. Die besten, d.h. trockensten Monate für einen Aufstieg sind Juli, August und September. Veranstalter bieten den Transfer auf eine Höhe von ca. 3.000 Meter an. Von dort aus kann der Aufstieg zum Gipfel beginnen.

Die nordanatolische Gebirgskette, das Taurusgebirge im Süden und viele erloschene Vulkane machen die Türkei auch zu einem Wintersport-Paradies. Die Anlagen haben einen hohen Sicherheitsstandard. Das traditionelle Schizentrum im Uludag-Nationalpark bei Bursa liegt 150 km südlich von Istanbul. Es ist bei den Einheimischen sehr beliebt. Beste Schneeverhältnisse gibt es von Dezember bis März. 13 Sessel- und Skilifte, Schiverleih, Lehrer und Hotels aller Kategorien lassen keine Wünsche offen. Ein weiteres, ebenfalls recht modernes Schizentrum mit sehr guten Hotels befinden sich bei Bolu im Nordwesten, schön gelegen in bewaldetem Gebiet. Ein Geheimtipp ist das charmante Skigebiet „Palandöken“ bei Erzurum im Osten des Landes. Das Wintersportzentrum im östlichen Kappadokien an der Südflanke des Berges Erciyes ist nicht nur von November bis April zu befahren, auch für Sommerski ist es bestens geeignet.


Textquelle: Ministerium für Tourismus, Ankara, überarbeitet von Peter Kaiser
Fotos: Peter Kaiser, soweit nicht anders gekennzeichnet

 

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