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Kulinarische Türkei
Hier gibt's kostenlose Köfte-Rezepte "satt"
Viel mehr als Döner:
Türkei kulinarisch
Die türkische Küche ist besonders abwechslungsreich und gesund.
Nachdem sie sich bereits über Jahrtausende entwickelt hatte, brachte
sie es am osmanischen Hof in İstanbul zur Vollkommenheit. Der Palast
des Sultans beschäftigte hunderte von Köchen gleichzeitig. Jeder hatte
sein Spezialgebiet und brachte Wissen aus seinem Herkunftsland ein –
vom Balkan, aus Griechenland oder dem arabischen Raum. Dort wurden die
Rezepte perfektioniert und dann ins ganze Land getragen.

Inegöl
Köfte
Gesund und lecker: Gemüse
Fester Bestandteil der meisten Gerichte ist die Aubergine; als Creme,
gefüllt, gegrillt, gebraten oder in Eintöpfen. Hinzu kommen Artischocken,
Zucchini, Kürbisse, Favabohnen, Gurken, Rote Beete, Lauch, Spinat, Zwiebeln,
Okra und Knoblauch – der allerdings weitaus weniger verarbeitet wird als man
vermutet. Tomate und Paprika kamen aus der „Neuen Welt“ und wurden dankbar
ins Repertoire aufgenommen. Hülsenfrüchte wie Bohnen, Kichererbsen und
Linsen finden in Suppen und Eintöpfen Verwendung. Oliven gibt es in kaum
zählbaren Sorten. Viele Gerichte sind reine, sehr variationsreiche
Gemüsezubereitungen. Dies gilt vor allem für die umfang- und
abwechslungsreichen Vorspeisen (mezeler).

Meze - leckere Vorspeisen
Fleisch wird traditionell wenig gegessen. Zu den gängigen Fleischsorten
gehören Huhn, Lamm, Hammel und Rind, die gerne gegrillt serviert werden. Die
Auswahl an Fisch und Meeresfrüchten ist in dem von vier Meeren umgebenen
Land sehr groß. Vor allem in den Küstenstädten sollte man fangfrischen Fisch
nach regionaler Art kosten. Eine der großen Fisch-Spezialitäten kommt aus
dem Schwarzen Meer: Hamsi (Sardinen). Diese werden auf vielerlei Arten
zubereitet.
Die
türkische Küche ist mild und auf den Eigengeschmack der frischen Zutaten
bedacht. Gewürzt wird mit frischen Kräutern, gesüßt mit Honig. Zu den
wichtigsten Kräutern zählen Petersilie, Dill und Minze; daneben Oregano,
Salbei, Thymian und Lorbeer. Geölte Paprikaflocken sind als Würze
unerlässlich. Sie werden über Fleisch gestreut. In zerlassener Butter oder
Joghurt sind sie die Krönung vieler Gerichte.
Süßes zum Nachtisch
Die süßen Wonnen der Türkei sind auf jeden Fall eine Kaloriensünde wert.
Lokum, der türkische Honig, ist eine Köstlichkeit aus Zucker, Reismehl und
Aroma, in große Würfel geschnitten und in Puderzucker gewälzt. Die Auswahl
an Blätterteigspezialitäten, Plätzchen und Puddings ist riesig.

Lokum - die süße Versuchung
Die Namen
der süßen Freuden klingen so verführerisch, wie sie schmecken. So kann man
zum Beispiel die „Lippen einer schönen Frau“ kosten. Das Maraş-Eis
bezeichnet sich als „köstlichstes Eis der Welt“. Es wird aus Ziegenmilch,
Zucker und Sahlep, den fein gemahlenen Wurzelknollen einer Orchideenart,
hergestellt.

Schwarzer Tee - Das
Nationalgetränk überhaupt
Flüssige Gaumenfreuden
Çay, schwarzer Tee, ist das Nationalgetränk der Türken und wird den ganzen
Tag getrunken. Joghurt ist ein kulinarischer Geschenk der Türken an den Rest
der Welt. Mit Wasser aufgeschlagen und gewürzt wird er als Trinkjoghurt,
Ayran, zu sich genommen – eine ausgesprochene Erfrischung bei heißen
Temperaturen. Der Anisschnaps, genannt „Rakı“, wird, gemischt mit Wasser,
zum Abendessen getrunken. Kahve, türkischer Mokka, ist Abschluss eines jeden
Mahls. Die Winzer der Türkei produzieren qualitativ hochwertige Weine mit
erstaunlichem Erfolg. Schließlich ist Anatolien die Heimat der Weintraube –
archäologische Funde beweisen das.
Textquelle:
Ministerium für Tourismus, Ankara, überarbeitet von Peter Kaiser
Fotos: Peter Kaiser
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