Zur Startseite bitte hier klicken

   


 



Kappadokien -  Land der Pferde und des Weines

Kappadokien lockt Reisende in eine Traumwelt aus Tuffstein


Sie sind die stummen Zeugen der Vergangenheit. Sie ragen hoch in den Himmel, die bizarren Steinmonumente Kappadokiens. Eigenartige, kegelförmige Felsgebilde die vulkanischen Ursprungs sind und erstarrt zu einer gigantischen weißen Masse. Kappadokien ein Märchenland aus Stein, schön, atemberaubend und mystisch zugleich. Lava, Wasser und Wind haben hier eine Felsen- und Höhlenlandschaft geschaffen, die weltweit einmalig ist und die Lust auf's Erkunden macht.

Die Region in Mittelanatolien zählt zu den außergewöhnlichsten Reisezielen, die die Türkei zu bieten hat und zieht immer mehr Touristen an.

Kappadokien, der Name soll persischen Ursprungs sein und "Land der Pferde" bedeuten ist die historische Bezeichnung für die Landschaft in Mittelanatolien, die heute die Provinzen Kayseri, Nigde, Nevsehir, Kirsehir und Aksaray umfasst. Von Deutschland aus kann man bequem mit dem Flugzeug anreisen, der Zielflughafen ist Kayseri. Einmal in Kappadokien angekommen, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, die Höhlen- und Tuffsteinlandschaft zu erkunden. Eine jahrtausend alte Geschichte lässt sich hier auf modernsten Wegen entdecken.

Sportbegeisterte durchqueren die Vulkanlandschaft zu Fuß, mit dem Mountainbike oder auf dem Motorrad. Auf labyrinthartigen Wegen durch Täler und Schluchten, die auch der Grand Canyon der Türkei genannt werden, kann man die großartige Ausstrahlung der Felsenlandschaft am besten auf sich wirken lassen.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist ein Flug in einem Heißluftballon bei Sonnenaufgang über die Landschaft Kappadokiens. Aus der Vogelperspektive sehen die Felsformationen noch atemberaubender aus und die imposanten Steinmonumente erstrahlen in der morgendlichen Sonne in vielen Farben. Die steilen Felsen werden wegen ihres Aussehens im Volksmund auch "Peribacalari" - Feenkamine genannt.

Luxuriöses Steinzeit-Feeling - Wohnen im Höhlenhotel

Liebhaber von außergewöhnlichen Hotels sind in Kappadokien genau richtig. Hier ist exklusives Übernachten in modernen Höhlenhotels möglich, Steinzeit-Feeling inklusive. Als vor einigen Millionen Jahren Vulkanausbrüche das Land erschütterten und mit Lava und Asche bedeckten bildete sich Tuffstein, ein weicher für Erosionen anfälliger Stein, der sich leicht bearbeiten lässt und perfekt isoliert. Im heißen Sommer schützt er vor der Hitze und im Winter hält er die Temperatur angenehm warm. Ein ideales Material also, um die Felsen als Wohnraum zu nutzen.

Die Höhlenhotels von Kappadokien lassen die traditionelle Wohnweise der ursprünglichen Bevölkerung nachvollziehen und vereinen auf besondere Art Tradition und Moderne. Das Höhlenhotel Gamirasu im Dorf Ayvali bei Ürgüp beispielsweise, ist direkt in die Felsen gebaut und bietet seinen Gästen dennoch den Luxus eines Boutiquehotels. Ein Konzept das so überzeugend ist, dass das Hotel in die Liste der interessantesten Hotels der Welt aufgenommen wurde.

Außerdem findet sich in einem Teil des Hotels sogar eine kleine Kirche mit Fresken aus dem 12. Jahrhundert.

Im Museumhotel von Ömer Tosun in Uchisar fließt in den Zimmern sogar der Wein aus dem Wasserhahn. Ein weiteres außergewöhnliches Hotelerlebnis bietet das Hotel Yunak Evleri in Ürgüp. In einem Verbund aus sechs Höhlenhäusern sind liebevoll restaurierte und luxuriöse Zimmer entstanden, die mit feinsten Antiquitäten und ausgewählten eleganten Details überzeugen und perfekt die Balance zwischen alt und neu halten. Das neueste Luxushotel in Stein ist das CCR das Capadokya Cave Resort in Göreme. Dieser moderne Höhlenkomplex hat gerade erst eröffnet und bietet seinen Gästen höchsten Hotelkomfort in einem außergewöhnlichen Ambiente sowie einen schönen SPA-Bereich. Auch für das kommende Jahr sind einige Eröffnungen außergewöhnlicher Hotels in der Region geplant, die einen Urlaub der anderen Art versprechen.

Aber nicht nur als Wohnraum bieten sich die Tuffsteinhöhlen an: durch die perfekte Isolierung eignen sie sich auch als natürlicher Kühlschrank für Lebensmittel. Tonnenweise werden Obst und Gemüse nach Kappadokien geliefert, um sie in den Höhlen gekühlt zu lagern und frisch zu halten.

Weinanbau im vulkanischen Gebiet

Wein als Genussmittel hat in den letzten Jahren in der Türkei einen starken Aufschwung erlebt. Der Rebensaft erfreut sich stetig wachsender Popularität, besonders unter der jungen türkischen Bevölkerung. Auch die Weinindustrie hat stark expandiert. Türkischer Wein wird mittlerweile in die ganze Welt exportiert, überzeugt immer mehr Weinkenner und wurde schon mit internationalen Preisen ausgezeichnet.

Kappadokien ist für seinen Wein berühmt. Der Weinanbau hat hier eine alte Tradition und geht bis zur Herrschaft der Hethiter zwischen 1650 und 1200 v. Chr. zurück. Damals wurde Anatolien auch "Land des Weins" genannt. Besonders in der Region rund um das lebendige Touristenstädtchen Ürgüp wird heute Weinanbau betrieben. Der vulkanische Boden und das kontinentale Klima Zentralanatoliens mit heißen Sommern und trockenen Wintern liefern ideale Bedingungen für das Wachstum der Reben und sorgen dafür, dass hier hervorragende Rot- und Weißweine gedeihen. In Ürgüp findet seit 1987 sogar ein internationaler Wettbewerb für Weinproduzenten und Importeure statt. Unter dem Patronat des internationalen Weinbaugremiums OIV werden hier die besten Weine aus dem In-und Ausland prämiert. Zum alljährlichen Weinfest im Herbst kommen Liebhaber aus dem ganzen Land gereist, um die köstlichen Weine aus Kappadokien zu kosten.

Beliebte Rotweinsorten sind Kalecik Karasi, Bacasi, Turasan und Seneler. Bei den Weißweinen werden unter anderem die Sorten Narince, Seneler und Emir angebaut. Jedes Jahr werden um die 60.000 Tonnen Trauben geerntet und zu Wein oder zu der kappadokischen Spezialität Pekmez, einem eingedickten Traubensaft, verarbeitet. Der Großteil der Ernte wird zwar in modernen Keltereien weiterverarbeitet, manchmal jedoch findet man noch eine einheimische Familie, die selbst Wein anbaut und ihre Trauben noch auf traditionellem Weg verarbeitet. Mit etwas Glück kommt man dann sogar in den Genuss einer privaten Weinprobe im Höhlenhaus.


Bei unterirdischen Erkundungen Geschichte erleben

In Göreme, im Zentrum der kappadokischen Höhlenwelt, befindet sich die wohl schönste und bekannteste Felsanlage der Region: Das Freilichtmuseum von Göreme, ein einzigartiger Komplex aus Felsformationen, wurde von der UNESCO im Jahr 1985 sogar zum Weltkulturerbe ernannt. In Göreme finden sich mehr als dreißig der für die Türkei typischen Felsenkirchen. Zum Schutz vor feindlichen Verfolgungen gruben Christen hier bereits im vierten Jahrhundert n. Chr. zahlreiche Höhlen in das weiche Tuffgestein. Im Gefolge des Apostels Paulus, an den das für 2008 ausgerufenen Paulusjahr erinnert, haben die Gläubigen hier Eremitenklausen, Höhlenwohnungen und sakrale Gewölbe mit wunderschönen Deckenmalereien entworfen, die bis heute noch sehr gut erhalten sind. Die bedeutendste Kirche ist die Karanlik Kilise, die dunkle Kirche. Ihre gemalten Fresken spiegeln Szenen aus dem Leben Jesu und der Evangelisten und stammen aus dem 11. Jahrhundert. Da es im inneren der Kirche sehr dunkel ist, können die Wandbemalungen ihre komplette Leuchtkraft entfalten und sind bis heute in sehr gutem Zustand.

Ein weiteres Kappadokien-Highlight bietet das Besichtigen einer unterirdischen Stadt, wie Derinkuyu oder Kaymakli. In der Zeit der Phryger entstanden und später von den Byzantinern erweitert, dienten diese Städte als Rückzugsgebiet zum Schutz vor Feinden und waren über kilometerlange unterirdische Gänge miteinander verbunden. Ein ausgeklügeltes Fluchtsystem, mit Toiletten, Waffenlagern, Wasserdepots und Kirchen, halfen den Bewohnern bei Gefahr von außen, lange zu überleben. Am spektakulärsten ist wohl ein Besuch in der unterirdischen Stadt Derinkuyu. In den sechziger Jahren ausgegraben und erforscht, haben die Archäologen bis heute elf Stockwerke freigelegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Jedoch vermutet man, dass dies nur ein kleiner Teil der gesamten Fläche von Derinkuyu ist, die damals bis zu 50.000 Menschen Schutz geboten haben soll. Bis zu zehn weitere Stockwerke werden noch im Inneren der Erde vermutet.

Textquelle: Kulturabteilung der Türkischen Botschaft Berlin, überarbeitet von Peter Kaiser
Bilder: Peter Kaiser


<<<  back   |   home >>>

 Index  |   Impressum   |   Legal Disclaimer   |   Copyright Peter Kaiser

 Info | Köfte | Maddin | Wildolf | kleine Fluchten  | Hamam | News | Ziegenkopf | Hotels | Antalia | PPS | Urlaubsgebiete | Beauty Surgery Turkey | Kulturen | Esskultur  |  fotobox24 | antalya-web | turkey  podcast | savemedic | antalya-webcam | bestofantalya | gratisinfo24 | antalyaweb.ru | e-antalya.de