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Türkei-Knigge
Viele Fragen
erreichen uns von Urlaubern, die zum ersten mal in der Türkei Urlaub machen
wollen. Fragen aller Art zu Themen des türkischen Alltags oder zum Thema FKK, auf die wir hier Rede und
Antwort geben wollen.
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Besuch einer
Moschee
Moscheen in einem islamischen Land sind immer interessant und haben eine
gewisse Anziehungskraft für die Besucher aus dem westlichen Ausland. Zum
einen ist es die fremde Religion, zum anderen aber auch die Neugier
um die interessanten und fremdartigen Gotteshäuser in einem anderen Kulturkreis.
Bitte beachten Sie folgende Empfehlungen. Gläubige und Besucher ziehen
grundsätzlich vor dem Betreten einer Moschee die Schuhe aus. Vermeiden
Sie bitte eine Moschee während eines Gebetes zu betreten. Die Gläubigen
fühlen sich gestört. Ebenso empfiehlt es sich nicht, Moscheen an einem
Freitag zu besuchen, es ist der Hauptgebetstag für die Moslems. Frauen
bedecken Ihren Kopf mit einem Kopftuch und gehen nicht mit kurzen Pants
oder Röckchen in eine Moschee. Auch Männer sollten nicht mit kurzen Hosen
in eine Moschee gehen.
Kriminalität
Die Türkei gehört zu den Ländern, in dem das Thema ernste Kriminalität
ein Fremdwort ist. Betrugsdelikte sind aber keine Seltenheit, deshalb
sollten Sie schon immer ein wachsames Auge haben. Häufige Neppversuche von
Taxifahrern, auf Bazaren oder in "speziellen" Fischrestaurants können Sie
so gleich abschmettern, indem Sie immer vorher nach dem genauen Preis
fragen. Natürlich sollten Sie auch immer da, wo größere
Menschenansammlungen sind, die normale Sorgfaltspflicht walten lassen und
auf Ihre Wertsachen aufpassen.
Im Restaurant
Eine der größten Unarten in der Türkei ist es, sich am Tisch die Nase
zu putzen. Es kommt so ähnlich "rüber", als wenn Sie in einem
deutschen Restaurant rülpsen würden, oder in Amerika sich am Tisch mit
einem Zahnstocher die Zähne reinigen. In solchen Fällen steht man vom
Tisch auf und putzt sich in entsprechendem Abstand die Nase.
Reizthemen
vermeiden
Ein weiteres Thema sind Reizthemen, die man möglichst vermeiden sollte. Dazu
gehören u.a. Themen zur Kurdenfrage und Einwendungen zur Regierung und zur
Politik.
Bettler und
Almosen
Man begegnet ihnen überall. Sie werden viele Türken sehen, die Bettlern etwas
zustecken. Meistens sind es alte oder verkrüppelte Menschen, die in der Türkei
ohne staatliche Hilfe leben. Im Islam ist das Almosengeben eine heilige Pflicht.
Allerdings sollten Sie bettelnden Kindern generell kein Geld geben.
Alleinreisende
Frauen
Wenn Sie Ihre Ruhe vor der "Anmache" der türkischen Männer
haben wollen, dann reagieren Sie am besten überhaupt nicht auf die Sprüche.
Sonst werden Sie zu schnell in die Schublade "leichte Beute"
verfrachtet. Es kann schon sehr nervend sein, wenn man als alleinreisende Frau(en) in den Geschäftsstrassen der Urlaubsorte sich einer ständigen
Anmache hingeben muss. Es gibt ein derart vielfältiges Angebot an Gigolos,
die ihren Dienste jederzeit und überall gerne "indirekt" anbieten.
Aufpassen ist angesagt. Es sei denn, man legt es darauf an. Seien Sie
sich dann aber auch der Konsequenzen bewusst. Schon manche Frau ist
wegen solcher "Lover" schon in den finanziellen Ruin getrieben worden.
Außerhalb der
touristischen Gebiete
Bei Besuchen von Dörfern und ländlichen Gebieten sollten es Urlauberinnen
vermeiden, sich zu freizügig zu zeigen. Sie verletzen damit das Schamgefühl
der Bevölkerung und machen sich nur lächerlich.
Die Fastenzeit
Sollten Sie in der Fastenzeit in der Türkei Urlaub machen, dann vermeiden Sie
bitte am Tag in der Öffentlichkeit zu rauchen, zu essen oder Alkohol zu trinken.
Oben ohne sollte
grundsätzlich nicht sein
Auch wenn Sie es von zu Hause gewohnt sind, sich am Strand und im Schwimmbad
"oben ohne" zu zeigen und es für Sie selbstverständlich ist,
so sollten Sie es in Ihrem Urlaub in der Türkei vermeiden. In der Religion
ist Nacktheit eine Sünde. Gehören Sie allerdings zu den Freunden des
FKK, so gibt es einen einzigen und genehmigten Ferienclub in der Türkei,
der für FKK-Anhänger zugelassen ist. Informationen finden Sie hier:
http://www.sundance-naturclub.de.vu/

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Fotografieren
Die Türken lassen sich im allgemeinen gerne fotografieren und bedanken
sich sogar hinterher bei Ihnen, dass Sie sie fotografiert haben. So ist
eben die türkische Höflichkeit. Aber Sie sollten vorher schon irgendwie
fragen oder andeuten, dass Sie fotografieren wollen. Wenn das in ländlichen
Gebieten passiert ist es eine schöne Geste von Ihnen, die Adresse des
"Modells" zu nehmen und einen Abzug des Bildes nach Ihrem Urlaub
zu schicken. Sie machen den Leuten eine große Freude damit. Das Fotografieren
von militärischen Anlagen ist generell verboten. |
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by Peter Kaiser
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