|
Vom Otogar durchs Land
am Bosporus
-Fernfahrten mit dem Bus haben lange Tradition-
In der
Türkei ist das private und öffentliche Busstreckennetz so gut ausgebaut,
dass der Individualreisende gerne umsteigt.
Das türkische Busnetz bietet die Möglichkeit, schnell, komfortabel und
kostengünstig durch das Land zu reisen. Es verbindet alle großen und
kleineren Städte und Regionen, von Istanbul über Ankara, von Mersin bis
Kemer. Die Busunternehmen setzen dabei auf moderne Komfortbusse mit
Klimaanlage und TV-Equipment. Im Service sind oft sogar Essen und
Getränke inklusive. |
Das Busnetz der Türkei ist eines der besten der
Welt. In vielen westeuropäischen Ländern ist der öffentliche Hauptverkehr auf die Schiene verlegt worden, in der Türkei
wurde hingegen das Bussystem reformiert und bietet ein hervorragendes
Streckennetz bis in die kleinsten Winkel des Landes.
Der "Otogar",
der auch Terminal genannt wird (türkisch für Busbahnhof), dient in jeder größeren Stadt als
Ausgangspunkt für Reisen in der Türkei.
Dabei ähnelt der Otogar eher einem Flughafen mit unterschiedlichen
Gates, als einer herkömmlichen Bushaltestelle, wie man sie in den
westlichen Städten findet. Von diesen Haltestellen können Reisende die
gesamte Türkei befahren, sie bieten aber auch die Möglichkeit, über die
Grenzen nach Griechenland, Bulgarien und Zentraleuropa zu gelangen.
Neben den großen Metropolen hat auch jedes kleinere Gebiet regionale
Busse, die je nach Größe der Stadt variieren.
Modern und sicher durch die Türkei
Bei Busfahrten, die länger als sechs Stunden dauern, sind stets zwei
Fahrer an Bord, die sich regelmäßig abwechseln. Neben Klimaanlage bieten
die Busunternehmen ein reichhaltiges Angebot an Verpflegungen an Bord.
Bei den größeren Busgesellschaften kann man sogar Frühstück, Mittag- und
Abendessen während der Fahrt bestellen. Alle zwei Stunden machen die
Busse einen Halt an einer Raststätte, damit die Reisenden kurz ihre Füße
vertreten können.
Zu den bekanntesten türkischen Busgesellschaften zählen Varan, Ulusoy,
Nilüfer, Metro, Asya Tur, Hidayet Turizm und Istanbul Seyahat, von denen
jede einen eigenen Schalter auf den großen Busbahnhöfen hat. Dort kauft
man auch sein Ticket, das Abfahrtszeit (türkisch: saat) und Sitznummer
(türkisch: koltuk) beinhaltet. Oft wird man von den gastfreundlichen
Mitarbeitern zu seinem Sitzplatz begleitet. Der Laderaum der Busse
bietet genügend Platz für Gepäckstücke.
Busse mit modernster Ausstattung
Auch die Qualität der innerstädtischen Busse ist ausgezeichnet, der
Service gleicht dem, wie in einem Flugzeug. Aufgrund des starken
Wettbewerbs sind die Fahrzeuge maximal zwei Jahre alt. In kleineren
Gegenden können die Busse zwar älter sein, sind aber immer bestens
gewartet. Größere Busgesellschaften wie Metro, Ulusoy, Varan und Kamil
Koc garantieren ihren Passagieren einen komfortablen Sitzplatz und
bieten außerdem einen kostenlosen Shuttle-Service von ihren
Innenstadt-Büros zu den Busbahnhöfen.
Stewards servieren Kaffe, Tee
und kleine Snacke. Bei Nachtfahrten bekommen die Passagiere vor Ankunft
ein kleines Frühstück serviert. Alleinreisenden Frauen wird ein
besonderer Service geboten: Findet sich für eine lange Strecke keine
Sitznachbarin, bleibt dieser Platz leer.
Citytaxi "Dolmus"
Der Dolmus (sprich: "Dolmusch") ist eine Art Sammeltaxi und verkehrt auf
festgelegten Kurzrouten. Um mitgenommen zu werden, gibt man ein
Handzeichen und ruft dem Fahrer kurz zu, wenn man aussteigen möchte. Am
Fahrtfenster lassen sich die Fahrtziele ablesen. Fahrscheine gibt es
keine - am Ende der Fahrt bezahlt man den Fahrer. Eine Stadtfahrt in
Antalya gibt es etwa zum festgelegten Preis von umgerechnet 40 Cent.
"Interrail" per Bus
Der "Fez Hop On Hop Off" Bus ist ein Bussystem, das ein festgelegtes
Streckennetz durch die Türkei befährt. Die Highlights der Bus-Rundreise
sind Istanbul, Antalya, Konya, Kappadokien, Ankara und Safranbolu. Diese
Reiseform ist besonders kostengünstig und kann mittels Saisonkarte
(gültig vom 25. April bis zum 27. Oktober) durchgehend genutzt werden.
Mit dem "Turkish Delight Pass" kann die ganze Rundreise gemacht werden.
Wenn man nicht so viel Zeit hat, empfiehlt sich der "Turkey Express
Pass" (Ägäis, Pamukkale und Kappadokien) oder der "Trojan Trooper Pass"
(Ägäis, Gallipoli und Troja).
Textquelle: Ministerium
für Kultur und Tourismus,
überarbeitet von Peter Kaiser |