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Seilbahn Antalya - das Beste zweier Urlaubswelten 

Imposant streckt er sich 2.365 Meter hoch dem Himmel entgegen, der Berg Tahtalı bei Tekirova/Kemer. In der Mythologie wurde er auch Olympos genannt. Es war der Berg, auf dem die Götter zu Hause waren. 

Er ist die höchste Erhebung im Taurusgebirge der Region Antalya. Jeder Urlauber, der mit dem Flugzeug anreist, kann seine Spitze auf der rechten Seite sehen, wenn man sich im Landeanflug auf Antalya befindet.

Schwimmen, Schnee und Rodel gut

Sein Gipfel trägt von November mit Mai eine leuchtend weiße Mütze und lädt auch zum Wintersport ein. Bis Anfang April gibt es auf der Nordseite des Berges in Saklikent schneesichere Pisten. Schlepplifte befördern die Ski- und Snowboardfahrer in den doch relativ kleinen Skizirkus. Antalya als reines Wintersportziel zu bezeichnen, wäre eher etwas zu viel gesagt.

Wer aber die Alternative sucht, sich im Winter zwischen Schwimmen, Golfen, Bergwandern und Skilaufen zu entscheiden, der ist auf jeden Fall in Antalya bestens aufgehoben. Derartige Auswahlmöglichkeiten gibt es sonst nicht rund um das Mittelmeer.

In Antalya kann man in den Wintermonaten morgens im Mittelmeer schwimmen, mittags in den Bergen Ski laufen und am Nachmittag eine Runde Golf spielen. Das ist Aktivurlaub in den milden Monaten.

Naturschutz hat Vorrang

Seit dem Jahr 2007 ist Antalya jedoch um eine weitere Attraktion reicher geworden.  Nach mehr als zehnjähriger Bauzeit ist sie endlich fertig geworden, die Seilbahn, die auf den wahren Gipfel in 2.365 Meter Höhe fährt. Die Stationen liegen im Nationalpark Olympos und man hat beim Bau der Anlage sehr viel Wert auf die Schonung und Unberührtheit der Natur Wert gelegt. Kein einziger Baum wurde gefällt.

Es wurden keinerlei Versorgungsleitungen vom Fuß des Berges auf den Gipfel hinauf verlegt, auch eine Sickergrube sucht man oben vergebens. Jeder Liter Frisch- und Schmutzwasser, sowie der notwendige Treibstoff für die großen Dieselgeneratoren auf der Bergstation werden mit Spezialtanks, die unter den Kabinen befestigt sind, über der Talstation hoch und wieder herunter transportiert.

Schon die Fahrt ist ein spannendes Erlebnis für sich

Eine kurvige bewaldete Bergstraße bringt den Besucher zur Talstation auf 726 Meter Höhe. Vorbei an alten Pinien und Zedern, dazwischen die ersten grandiosen Ausblicke auf die Küste von Kemer. Die Kabine nimmt die Fahrgäste auf und die Bahn setzt sich mit einer Geschwindigkeit von ca. 10 Metern pro Sekunde in Bewegung.

 

Schnell ist der erste Stützpfeiler erreicht, die Gondel wird etwas langsamer und schaukelt leicht, ähnlich einem Karussell auf dem Jahrmarkt. Nun wird es schon etwas steiler. Man könnte meinen, die Spitzen der vorbeirauschenden Zypressen streifen den Boden der Seilbahn.

Wildziegen und Gemsen klettern vereinzelt über die Felsen. Die Natur scheint hier völlig in Takt. Man muss sie selbst eingeatmet haben, die reine Luft hier oben. Beschreiben kann man sie nicht.

Der Ausblick wird nun immer gigantischer. Es nähert sich der zweite Stützpfeiler. Etwas weiter entfernt sieht man schon die abwärts fahrende Kabine entgegenkommen. Die Fahrgäste winken sich beim Vorbeifahren zu. Wo soll man nun hinsehen? Auf die Küste? Auf die untenliegenden eindrucksvollen Bäume oder auf die Berge links und rechts? Alles ist ungewohnt anders und spannend.

Die Frage ist schnell geklärt, denn sofort nach Stützpfeiler Nr. 2 überquert die Kabine ein ca. 800 Meter tiefes Tal, was so manchem den Atem stocken lässt. Wieder ein leichtes schaukeln nach dem Stützpfeiler, und alles wird wieder gut.

Das Gelände wird wieder normaler bis zur letzten Stütze Nr. 4. Nun geht es die letzten Meter fast senkrecht 200-300 Meter den Rest des Berges hoch. Die Bergstation ist in Sicht- und Reichweite.

Nur noch ein paar Meter, die Kabine gleitet langsam in die Station, die Türen gehen auf und man ist begeistert von dem ersten Blick auf die Küste. Eine völlig neue Erfahrung hat zunächst ihr Ende gefunden…… bis zur Talfahrt.

Rundumsicht vom Feinsten

Auf der Gipfelterrasse erwartet den Besucher ein grandioses 360° Panorama, an dem man sich kaum satt sehen kann. In östlicher Richtung kann man bei guter Fernsicht bis nach Side sehen und gen Westen reicht der Ausblick über die Buchten von Çıralı und Olympos bis nach Finike. Direkt am Fuß des Berges liegen die Strände von Kemer, Kiriş und Çamyuva.

Die Restauration auf dem Gipfel serviert neben frischem Kaffee, Kuchen und auch andere Speisen vom Grill und Getränke aller Art. In einem Souvenirshop kann man sich mit Andenken und Geschenken eindecken. Allerdings das alles zu gepfefferten Preisen. Wir empfehlen Ihnen, Getränke und einen Snack mitzunehmen, damit Sie nicht unwissend in die Preisfalle geraten.

In naher Zukunft sollen auch Seminare und Meetings auf dem Gipfel abgehalten werden. Das fünfstöckige Gebäude ist schon jetzt auf diese etwas andere Art des Tourismus vorbereitet.

Die Fahrpreise sind moderat

Zur Eröffnung der Seilbahn betrugt der Fahrpreis für eine Hin- und Rückfahrt pro Erwachsener 40 Neue Lira (ca. 21 Euro). Kinder bis 16 Jahre zahlen die Hälfte.

Die Hälfte zahlt auch nur der, der sich entweder per Pedes einer Bergwanderung anschließt, die entweder über Beycik hinauf auf den Gipfel führt, oder herunter. Ein Bergführer wäre schon angebracht, es gab schon einige Unfälle von nicht kundigen Bergwanderern.

Wer sich zu der Gemeinde der Paraglider zählt und den Absprung mit einem Gleitschirm von 2.365 Metern Höhe aus nicht scheut, der braucht auch nur ein One way Ticket für 20 Neue Lira zu lösen.

Zu jeder halben und vollen Stunde fahren die Kabinen im Parallelbetrieb von und zur Talstation. Beginnend derzeit ab 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr. Im Winterbetrieb zwischen November und April fährt die Bahn im Stundentakt.

Fakten über die Seilbahn

Höhe Talstation                      726 Meter ü.M.
Höhe Bergstation                 2.363 Meter ü.M.
Höhendifferenz                     1.637 Meter
Schräge Länge                     4.350 Meter
Kabinen-Fassungsvermögen  80 Personen
Laufwerke                            16-rollig, fangbremslos
Förderleistung                      470 Personen/h
Fahrzeit                               9,21 Minuten
Max. Fahrgeschwindigkeit     10 Meter/s
Durchmesser Tragseile          4 x 51 mm
Durchmesser Zugseil            38 mm
Anzahl Stützen                    4
Nennleistung                        537 kW
Maximalleistung                   1.000 kW
 

Damit ist es die längste Seilbahn Europas und gleichzeitig auch die teuerste Investition der schweizerischen Firma Garaventa-Doppelmayr.

Fazit

Wer in Antalya Urlaub macht, sollte diese einmalige Gelegenheit nutzen und sich  mit der Seilbahn auf den Berg der Götter begeben. Die gigantischen Ausblicke werden bei Ihnen Eindrücke hinterlassen.!

 

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